Bürogebäude Oberhausen: Erst die Innentreppe, dann die Außentreppe
Zwei Aufträge, ein Ansprechpartner: Innentreppe im laufenden Ausbau – gefolgt von einer Außentreppe, die zum eigenen Zugang ins Obergeschoss wird.
Die Ausgangslage
Für das Bürogebäude eines Sanitär- und Heizungsbetriebs in Oberhausen läuft ein Umbau. Der Inhaber tritt direkt an uns heran mit der Frage, ob wir die Innentreppe und zugleich den neuen Eingangsbereich umsetzen können. Ein erster Entwurf ist bereits vorhanden – inklusive eines geschwungenen Kunstobjekts rund um die Treppe. Der Bauherr entscheidet sich gegen das Kunstobjekt – zu viel Aufwand für zu wenig Nutzen – und legt Planung und Ausführung in die Hände von Metallbau Kramer.
Die Innentreppe: Wenn durchdachte Planung späteren Rückbau verhindert
Beim Durchgehen des Entwurfs fällt uns ein Detail auf, das später teuer geworden wäre. Rund 13 cm hätte die geschwungene Wand in das Treppenauge geragt, die Öffnung zwischen den Treppenläufen. Die Treppe wäre dadurch so weit verschoben worden, dass an den letzten Stufen nur noch 1,92 bis 1,95 m Kopfhöhe geblieben wären. Gefordert sind zwei Meter. Nach dem Einbau hätte das geheißen: wegschneiden, Statik neu rechnen, neu bauen. Die wenigsten wissen, wie man mit einer Treppe mit der richtigen Kopfhöhe am Sturz oder am Treppenloch vorbeikommt. Wir passen die Konstruktion deshalb vorab an, und die zwei Meter Durchgangshöhe sind eingehalten. Statik und Prüfstatik laufen parallel zur Werkstattfertigung – so geht keine Zeit verloren.
Gebaut wird eine Stahl-Wangentreppe aus Flachstahl 200 x 10 – Laufbreite ein Meter, 18 Steigungen, 90-Grad-Podest, schwarz, dazu ein Holzhandlauf. Der Einbau passiert mitten im laufenden Innenausbau, rund um die Deckenöffnung liegt die frisch verlegte Fußbodenheizung. Montiert wird mit dem Hebestapler, das Büro ist zu der Zeit ohnehin voll von Handwerkern – Fliesenleger, Maler, Elektriker. Viel Lob gibt es hinterher vom Team vor Ort, besonders für die Innentreppe.
Der Anschlussauftrag: die Außentreppe, alle Gewerke
Direkt nach dem erfolgreich umgesetzten Treppenprojekt beauftragt der Kunde uns mit dem zweiten Projekt. Ursprünglich war eine neue Glasfassade über zwei Geschosse gedacht – dies hätte allerdings den Bürobetrieb massiv gestört. Wir schlagen die Alternative vor: eine Stahlkonstruktion als Podest über dem bestehenden Windfang, darauf der neue Zugang ins Obergeschoss. Die Windfang-Holzkonstruktion allein hätte die Lasten nicht gehalten. Lösung: Unsere Stahlkonstruktion setzen wir darüber; sie überträgt ihre Lasten auf die Decke des Büros.
Erfasst wird das Gebäude per Laserscan, abgestimmt wird der Entwurf als 3D-Visualisierung. Dann entsteht die komplette Anlage – Stahlpodest mit Feinsteinzeug-Belag, Außentreppe ins OG, Balkon- und Treppengeländer, Säulenverkleidung aus Aluminium mit integrierter Klingel- und Sprechanlage. Die bestehende Dachabdichtung nutzen wir für den Wasserablauf weiter, statt sie zu ersetzen. Zur Montage kommt der LKW-Kran mit 14 Metern Ausleger. Koordiniert wird alles über Metallbau Kramer – Bauunternehmer, Dachdecker, Fliesenleger, ein Ansprechpartner. Alles aus einer Hand.
Das Ergebnis
Zwei Projekte, gebaut im laufenden Betrieb. Wir hatten unterwegs ein paar Nachträge und haben am Ende fast so abgerechnet, wie wir ursprünglich angeboten haben. Und ein Kunde, der nach dem ersten Projekt direkt das zweite beauftragt hat.
Leistungen
Projekt
- Objekt: Bürogebäude eines Sanitär- und Heizungsbetriebs, Oberhausen
- Projekt 1: Stahl-Wangentreppe innen (Nov 2025 - Jan 2026)
- Projekt 2: Außentreppe mit Podest über dem Windfang (Frühjahr - Juli 2026)
Metallbau Kramer
- Treppenbau
- Stahlbau
- Geländer
- Verkleidungen
- Montage
Planungsnetzwerk
- Laserscan-Aufmaß
- 3D-Visualisierung
- Werkstattzeichnung
- Statik
- Prüfstatik
Netzwerk Handwerk
- Bauunternehmer
- Dachdecker
- Fliesenarbeiten